Versicherungsblog

21. März 2018 - 8:46

Frauenfiguren aus Stein und NonaD

Roswitha Farnsworth hat sich der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksweisen verschrieben. So gestaltet sie in Mosaik, Stein, Farbe, Fotografie, Eiskunst und ihrer eigens entwickelten Modelliermasse „NonaD“ teils großformatige und großflächige Werke - oft im Auftrag und für einen bestimmten Ort. Ihr künstlerisch-handwerkliches Wissen und die Freude am Gestalten gibt sie beim projektbezogenen Arbeiten an Schüler und Workshopteilnehmer weiter. Auch ihr Atelier in Hohenstadt ist ein lebendiger Ort der Begegnung mit Künstler und Kunst. So finden laufend Workshops statt, in denen Interessierte mit jedem Wissensstand unterschiedliche künstlerische Techniken erlernen können.Zur 6. Hersbrucker Kunstmeile zeigt Farnsworth im KunstSchauFenster von „Hertel&Kollegen“ drei Arbeiten aus unterschiedlichen Bereichen ihres Schaffens:

  • „Nickina“ eine lebensgroße stehende Figur aus bemalter NonaD-Masse und Mosaik
  • „Pachamama“, die „Mutter Welt“, eine Frauenfigur aus Serpentin und
  • „Raspberrybomb“, eine großformatige Malerei (im Büroraum)

 Das Werk „Nickina“ entstand während eines Künstlersymposiums in Almoshof zum Thema „Das Fremde in mir“. Farnsworth ließ sich von dieser Thematik faszinieren. „Das Fremde wird oft assoziert mit beängstigenden oder dunklen Inhalten oder Themen.“, bekennt sie. Zunächst wirkt Fremdes ihrer Meinung nach häufig als Projektionsfläche für eigene, verschüttete Persönlichkeitsanteile, die der Betrachter als bedrohlich empfindet. „Dabei ist es oft das Liebevolle, Schöne,  das zum Vorschein tritt , wenn man sich ohne Neid, Gier und Vorurteile auf fremde Menschen einlässt oder sich auch vorurteilsfrei den Aspekten der eigenen Persönlichkeit öffnet, die man selbst lange verleugnet hat.“ Als Symbol für diese Selbstreflexion hält die Figur „Nickina“ dem Betrachter einen Spiegel vor. Wer genau hinsieht, wird erkennen, dass sie den Spiegel nicht in den Händen hält, sondern, dass ihre Hände selbst der Spiegel sind.Auch in der Arbeit zur „Mutter Welt“ ist die liebevolle Annahme eine zentrale Thematik: eine verträumt wirkende Frauenfigur hält in ihrem Schoß die Weltkugel geborgen, umarmt sie sogar zärtlich mit den Armen umschlungen. „Von zärtlicher Zuwendung kann die Welt derzeit sehr viel gebrauchen.“, sagt die Bildhauerin. Mit den gezeigten Werken umreißt die Ausstellung im KunstSchaufenster nur einen Bruchteil der Wirkungsbereiche von Farnsworth, eine Vorstellung aller von ihr genutzten Ausdrucksmittel wäre eine große Aufgabe. „Vielfalt ist mir sehr wichtig in meiner Arbeit.“, berichtet die Künstlerin. „Immer wieder bin ich begeistert von einem bestimmten Material , von einer Idee! Ich vertiefe mich so sehr in die Arbeit damit, experimentiere so lange herum, bis ich spannende Lösungen finde.“In der kalten Jahreszeit ist sie als Künstlerin überregional gefragt: Für Icecarving-Workshops und -Shows reist sie regelmäßig in die Schweiz, nach Zermatt ins Iglu Dorf Kitzbühel, Münster, Coburg, Schwäbisch Hall, Beckum u.v.a.m.. Wir freuen uns sehr, Werke dieser vielseitigen und ungewöhnlichen Künstlerin bei uns zu Gast zu haben. Ausführlichere Informationen finden Sie auf ihrer Website.https://www.atelieratelier.de

 Künstlerinnenvita: 1998 Beginn autodidaktischer StudienSeit 2005 freischaffendSeit 2005 Mitglied des Kunstvereins HersbruckSeit 2006 Mitglied der GEDOK FrankenSeit 2007 Mitglied des Kunstvereins Erlangen e.V.2007 bis 2011 Archivarin des Fördervereins Kunstmuseums HersbruckSeit 2010 Mitglied der Zentrifuge Nürnberg2010 2. Platz des Publikumspreises, Kunstmuseum Hersbruck „Im Graben was Neues“2011 bis 2013 crossart KölnSeit 2012 Mitglied des BBK Nürnberg2013 Auszeichnung als Kultur- und Kreativpilotin durch die Bundesrepublik Deutschland 
(weiterlesen)