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29. August 2017 - 17:15

Textilkunst und figurative Keramiken im KunstSchauFenster

Die Hersbrucker Künstlerin Tanja Gundel zeigt eine Auswahl ihrer aktuellen Werke erstmals bei uns im öffentlichen Raum. Dem dringenden Wunsch und Bedürfnis sich auszudrücken, zu erschaffen und zu gestalten folgte die Künstlerin seit Kindesbeinen an.

Zunächst probierte sich die vielseitige Gestalterin in ihrem privaten Umfeld aus.

„Schon als kleines Mädchen verschönerte ich vorzugsweise mit Edding und Wachsmalkreiden die Tapeten in unserem Wohnzimmer – sehr zum Leidwesen meiner Eltern“, erzählt sie mit einem Augenzwinkern. Allem Gegenwind zum Trotz hielt sie ihre Begeisterung für die Kunst als Experimentierfeld bis heute aufrecht. „Auch in Gesang und Tanz fand ich für mich Ausdrucksmittel. Das Experimentieren ist mir geblieben, auch wenn ich heute meine gestalterischen Arbeiten meist auf Papier und Leinwand fertige. Fast alles, was mir unter die Finger kommt, wird ausprobiert und verwendet. Ich arbeite mit Ton, Spachtelmasse, Textilien, Acryl, Kohle und Aquarell.“

 

Kunst ist für die Hersbruckerin Ausdrucksmittel für innerseelische Vorgänge, Katalysator für Gefühle und Synonym für die menschliche Freiheit im Tun und Denken. Kunst ist bei ihr eine sehr persönliche Angelegenheit. Daher ging sie mit ihren vielgestaltigen Kreationen bislang auch kaum an die Öffentlichkeit. Tiefgründigkeit geht vor allem von ihren Keramikfiguren aus, sie machen betroffen oder zumindest nachdenklich. Die Titel, die Tanja Gundel für sie wählt, lassen bereits erkennen, dass sie viele Facetten der menschlichen Existenz thematisieren.

Die Freiheit im Denken und Handeln setzt die Künstlerin in ihren experimentellen Arbeiten um. Traditionell zweidimensionale Bilder in Aquarell- oder Acrylfarbtechnik sind selten. Die Kombination verschiedener Materialien ist dagegen eher die Regel und damit verbunden auch eine eher skulpturale Oberfläche ihrer Arbeiten: Textile Gewebe vermengt sie mit pastoser Acrylfarbe und bannt sie so auf die zweidimensionale Fläche. Fundstücke ragen aus der Fläche hervor und erobern den Raum.

 

„Vor ungefähr 3 Jahren habe ich verschiedene Stoffarten und ihre Muster als wunderbares, vielseitiges und wandelbares Material für mich entdeckt. Oft geben mir die Muster aus Stoffen Inspiration, ich trenne sie aus dem Gewebe heraus und setzte sie auf Karton oder Leinwand in einen neuen Kontext, in frische Kombinationen. So entstehen auch für mich immer wieder überraschende Ergebnisse. Ich erfinde mich, die Welt und die Kunst immer wieder neu.“, sagt Gundel über ihre Arbeitsweise.

 

Inspiration für ihre Werke findet sie zudem auf Reisen, von Menschen, denen sie begegnet und deren Geschichten, sowie durch ihre Wahrnehmung der Welt.

Ihr künstlerisches Credo ist zugleich auch ihr ganz persönliches:

„Nie stillstehen, mit offenen Augen durch das Leben gehen, dankbar sein für das, was einem das Leben bietet. Das ist mein Ansporn und die Quelle für mein Schaffen.“

 

Wir freuen uns die ersten "Gastgeber" für ihre lebendigenund abwechslungsreichen Arbeiten sein zu dürfen! Ein Blick in unser KunstSchauFenster lohnt sich. Gundels Arbeiten sind bis Ende September bei uns zu sehen.

 

Weitere Ausstellungen:

Derzeit beteiligt sich Tanja Gundel an der Gemeinschaftsausstellung „Hell Dunkel Licht“, die noch bis Ende Oktober im Stadthaus Hersbruck zu sehen ist.

Kontakt zur Künstlerin:

Tanja@meandmybrain.de

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